Von der Vergänglichkeit und den schönen Momenten der Zeit Eine Ausstellung im Kirchener Museum ab Januar 2020

Zwar ist die Zeit der Stechuhr weitestgehend vorbei, jedoch verkörpert sie wie kaum ein anderes Relikt der abgelaufenen Zeit in der Kirchener Industriekultur gerade wieder zum Jahresende, wie sehr wir alle doch immer wieder in der Zeit gefangen sind. In diesem Sinne arbeiten auch die Aktiven des Kirchener Heimatvereins emsig an den unaufhaltsamen Momenten der Archivierung, um so die Zeit festzuhalten und für künftige Generationen „einzufrieren“, zu archivieren eben. Nur mittels eines guten Archives kann man letztlich wieder in andere Zeiten springen und vergangene Informationen wieder an die Oberfläche bringen.

Einen etwas anderen Zeitsprung wollen Aktiven des Vereins im nächsten Jahr mit einer Ausstellung von Uwe Möntmann anvisieren. Es soll ein Sprung in vergangene Zeiten der Musik und Literatur werden, vor allem aber eine Fotoausstellung zum Begegnen. Damit meint „Begegnen“ nicht nur das Begegnen mit anderen Besuchern der Ausstellung, sondern auch das Begegnen mit den eigenen Lebensströmungen früherer Jahre, mit den Erinnerungen an die Musik von Zappa, Lou Reed, Patti Smith und anderen.

„Es ist ja immer unser Anliegen“, so Vereinsvorsitzender Hubertus Hensel, „die Menschen ins Museum zu holen und das Museum zu einer Stätte der Begegnung zu machen. Nach der Neueröffnung des Museums 2005 fiel einmal der Begriff des ‚Lebendigen Museum‘ und daran arbeiten wir eigentlich ständig, natürlich vor dem Hintergrund unserer Möglichkeiten in Bezug auf die Finanzen und natürlich auch der Aktiven.“

In diesem Sinne sei schon das Vorgespräch zur Ausstellung mit Uwe Möntmann und Dr. Johannes Pfeifer eine überaus interessante und erlebnisreiche Begegnung im Museum gewesen und man freue sich auf die Ausstellung, die wohl Mitte oder Ende Januar im Museum zu sehen sein werde. Dabei gehe es definitiv nicht nur um die Bilder, die der Kirchener Fotograf in der faszinierenden Ausstellung im Museum zeigen wird, sondern auch um die Gespräche, wie die Bilder entstanden sind, welche Zufälle oft eine Rolle spielten, wie die Kontakte sich ergaben. „Es wird bestimmt ein interessanter Nachmittag“, so Pfeifer, der Möntmann im Rahmen einer Ausstellung in Kirchen eher zufällig kennenlernte.

Quelle: Verein

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