Heimatverein Kirchen sucht Weihnachtsgeschichten mit Lokalkolorit
Der Kirchener Heimatverein hätte nur zu gerne mehr Erzählungen und Geschichten rund um die Weihnachtszeit. Deshalb ruft der Vorstand schon jetzt zu einem Schreibwettbewerb auf. Die wichtigste Bedingung: Lokalbezug
Siegener Zeitung 15. September 2025
Von Rainer Schmitt
KIRCHEN. Wohl kaum eine andere Zeit im Jahr bietet ein so buntes Potpourri an
Erzählungen wie der Advent und die Christtage. Geht es nach dem Kirchener
Heimatverein, kommen nun viele Neue dazu: Jung und Alt sind jetzt – mitten im
Spätsommer – dazu aufgerufen, im Rahmen eines Schreibwettbewerbs eine eigene
Weihnachtsgeschichte zu verfassen.
„Es kann eine Erzählung sein, die frei erfunden ist, oder eine Begebenheit, die sich
so abgespielt hat“, erklärte Vorsitzender Hubertus Hensel. Denkbar sei auch, dass
Tiere sprechen.
Für alles gibt es eine klare Voraussetzung: Die Geschichte soll einen lokalen Bezug
zur Verbandsgemeinde Kirchen haben. Vielleicht spielt sich alles am Druidenstein
oder Ottoturm ab. Oder in einem anderen Dorf der Verbandsgemeinde, z. B. beim
Schreiner um die Ecke.
Es gibt eine Begrenzung beim Umfang. Die in Arial Standard geschriebene
Geschichte soll bei einer Schriftgröße von 12 nicht länger als drei DIN-A4-Seiten
sein. Es sei auch möglich, Geschichten handschriftlich einzureichen. Wer Bilder
einfügen möchte, sollte an die Seitenbegrenzung denken.
Wer kann mitmachen? Kinder und Erwachsene, die in der Verbandsgemeinde
Kirchen leben oder von hier stammen: „Egal, welchen Alters.“
Der Initialfunke kam von Vereinsmitglied Gerhard Baldus, der eine
Weihnachtsgeschichte für das Heimatblatt des Vereins verfasst hat. „Ich fand die
Geschichte nett“, sagt Hensel, der daraufhin auf die Idee kam, dass – statt auf das
Handy oder den Bildschirm zu starren – Kinder und Erwachsene selbst aktiv und
kreativ werden konnten. Mit seiner Idee für einen Schreibwettbewerb überzeugte er
auch den Vorstand.
Für die beste Geschichte ist schon ein Platz reserviert, wenn im Herbst 2026 das
nächste Heimatblatt erstellt wird. Als Juroren dabei sind Bürgermeister Andreas
Hundhausen, Heimatbuchautor Hans-Joachim Weger aus Steinebach, Frederike
Meinhardt aus Mudersbach, Burkhard Jung aus Niederfischbach und Hubertus
Hensel für den Verein – und Skateboard-Legende Titus Dittmann, berichtete der
stellv. Vorsitzende Dr. Johannes Pfeifer. Es wäre laut Heimatverein schön, wenn sich
noch jemand aus Friesenhagen und Brachbach dazugesellt. Außerdem sollen im
Dezember bei „Kinder im Museum“ Wettbewerbsgeschichten vorgelesen werden.
Angedacht ist auch ein Leseabend mit den Autorinnen und Autoren. Eine Auswahl
soll auf der Vereinshomepage präsentiert werden. Einen kleinen, überschaubaren
Preis soll es auch geben.
Ob es nun eine witzige, nachdenkliche, romantische oder chaotische Erzählung wird:
„Unser Hauptziel ist es, dass es allen Spaß macht, eine Geschichte zu schreiben“,
betonte Hensel. „Meine Wunschvorstellung ist es, dass genügend ansprechende
Beiträge eingesendet werden, um damit ein kleines Heft oder einen Kalender zum
Vorlesen zu erstellen.“
Die fertige Geschichte kann in Papierform an den Kirchener Heimatverein,
Wiesenstraße 7 in 57548 Kirchen, oder in digitaler Form an die E-Mail-Adresse
info@kirchener-heimatverein.de gesendet werden – unter Angabe von Namen,
Anschrift und Alter. Wer noch Fragen zum Wettbewerb hat, kann diese unter der
bereits erwähnten E-Mail-Adresse oder bei einem Vorstandsmitglied stellen.